Ahoi: Der Hafengarten hat Top-Chancen für 2012

Mainz - Aller Voraussicht nach kommt der Hafengarten wieder zurück - wenn auch noch nicht in diesem Sommer. Die beiden Betreiber des 2009 geschlossenen Kulturbiergartens im Zollhafen, Matthias Klöckner und Andreas Schnura, sind in intensiven Gesprächen mit der Zollhafen Mainz GmbH.

  • Der Hafengarten - ein Foto aus alten Zeiten.

    (Foto: Bernd Eßling (Archiv))

"Wir hätten sehr gern schon im April dieses Jahres wieder aufgemacht", erklärt Klöckner auf MRZ-Anfrage. "Dabei hatten wir zwei Standorte im Blick: einen auf der Spitze der Nordmole und einen bei den alten Schott-Hallen zwischen Büro Wahlich und Kunsthalle." Bei dem ersten Platz wäre jedoch sehr viel zu machen gewesen im Bereich Sicherheit und Beleuchtung. "Das ist außerdem eine riesige Fläche, der Hafengarten wäre da ein bisschen verloren gewesen - und der Weg für die Besucher sehr weit." Eine Neueröffnung am zweiten Platz scheitert daran, dass sich Besucher und Baustellenverkehr in die Quere kämen.

Aber: "Im Jahr 2012 werden wir einen geeigneten Platz anbieten können", so Peter Zantopp-Goldmann von der Zollhafen Mainz GmbH. Welcher Platz das genau ist, will er noch nicht sagen: "Es wird ein Standort sein, der den Betreibern im Kontext der Zollhafen-Entwicklung mittelfristige Planungssicherheit geben soll." Derzeit seien jedoch noch einige Rahmenbedingungen zu klären.

Auf eine schnelle Klärung hoffen auch die Neustadt-Grünen: "Gemütliche Atmosphäre und gutes Kulturangebot inmitten einer Stadt und am Fluss gelegen, das ist ein seltenes Potenzial, das es im Interesse aller Beteiligten und der Bürger zu nutzen gilt", findet Christian Gosch, Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat.

Schneller als 2012 wird das aber nichts werden. Auch falls sich spontan noch ein Standort auftun sollte, ist die Sache wohl gelaufen: Der alte Hafengarten ist abgeräumt, und den Neustart zu organisieren, wäre bis zum Beginn der Freiluftsaison kaum möglich, sagt Klöckner. Denn der neue alte Hafengarten soll nach bewährtem Konzept weiterlaufen, einerseits ein Ort zum Entspannen und Chillen sein, andererseits eine Bühne für spezielle Kulturgenüsse bieten. Deren Organisation hatte das Betreiberduo in die Hände von Dominic Schreiner (AdAstra) gelegt, der wohl ebenfalls wieder mit an Bord wäre.

Klöckner und Schnura hatten sogar mal überlegt, den Hafengarten an ganz anderer Stelle neu aufzubauen: auf der Mole des Winterhafens. Die Stadt hatte sich damals allerdings für das Konzept eines anderen Bewerbers entschieden. "Vielleicht war das ganz gut so", sagt Klöckner nun. "Das Industrieambiente hätte schon ziemlich gefehlt". Für Vorschläge sind er und sein Kompagnon dennoch weiterhin offen. Alexandra Schröder

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