Mainzer Forscher sucht nach der Dunklen Materie

Mainz - Die Mainzer Universität ist auf der Suche nach einem der größten Geheimnisse des Universums: nach der Dunklen Materie. Mit der Berufung von Professor Uwe Oberlack an das Institut für Physik im Sommer 2010 ist die Universität nach eigenen Angaben "in die internationale Spitzengruppe zur Erforschung der Dunklen Materie aufgerückt".

  • (Foto: picture-alliance/ dpa)

Knapp ein Viertel des Universums soll aus Dunkler Materie bestehen, die als "Wiege" der Galaxien gilt. "Sie umgibt und durchdringt unsere und andere Galaxien noch heute und hält sie zusammen, ist aber völlig unsichtbar", teilt die Uni mit. Bekannt ist laut Prof. Oberlack bisher allerdings vor allem, "was Dunkle Materie nicht ist". Der Professor hat vor seiner Rückkehr nach Deutschland zehn Jahre lang in den USA auf diesem Gebiet und in der Hochenergie-Astrophysik geforscht. "Dunkle Materie ist nicht einfach nur durchsichtig, sondern sie ist komplett verschieden von jeder Materieform, die wir bisher kennen."

Dass es Dunkle Materie überhaupt gibt, wurde Anfang der 1930er Jahre durch die Beobachtung von Galaxien in Galaxienhaufen postuliert: Sie bewegen sich viel zu schnell, als dass die Galaxienhaufen allein durch die Gravitation der sichtbaren Masse zusammengehalten würden. Später fand man einen ähnlichen Effekt in Spiralgalaxien. Eine andere Kraft müsste also für die hohe Rotationsgeschwindigkeit am Rande von Galaxien verantwortlich sein.

Die Arbeiten werden von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Rahmen des Programms "Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland" mit 100 000 Euro gefördert.

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