Ortsvorsteher sind zufrieden

Die Ortsvorsteher der vier Stadtteile an der künftigen Trasse sind mit dem jetzt erreichten Stand der Planungen für die Mainzelbahn sehr zufrieden.

    Die MRZ sprach mit ihnen am Rande der gemeinsamen Sitzung von Verkehrs- und Bauausschuss mit den Ortsbeiräten im Rathaus. Damit wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet mit dem Ziel, bis Ende Januar Baurecht für das Großprojekt zu schaffen. Allerdings können voraussichtlich bis zum Frühsommer noch ergänzende Anregungen aufgenommen werden.

    Hartenberg-Münchfeld

    Karin Trautwein (CDU), die Ortsvorsteherin von Hartenberg-Münchfeld, zieht ein rundum positives Fazit: "Aus unserer Sicht ging es vor allem darum, dass der Individualverkehr vom Martin-Luther-King-Weg stadteinwärts problemlos über die Brücke fließen kann und dann weiterhin links abbiegen kann. Und das ist beim jetzigen Planungsstand der Fall. Und das war für uns entscheidend." Dieser Punkt war in der anfänglichen Planungsphase noch offen gewesen. "Alles andere tangiert uns nur am Rande."

    Bretzenheim

    "Der Verlauf der Workshops war super", lobt Bretzenheims Ortsvorsteher Wolfram Erdmann (CDU) die Kooperationsbereitschaft der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) im Laufe der vergangenen Vorplanungen. So hatten die Bretzenheimer an der Marienborner Straße mehr Lärm befürchtet für den Kindergarten und für die Erich- Kästner-Schule. "Doch die Trasse soll nun ein Stück weg von den Häusern versetzt werden, so dass alles gut ist." (siehe Animation oben).

    Jetzt sei es wichtig, dass darauf geachtet wird, dass die Strommasten im enger bebauten Teil der Marienborner Straße nicht direkt vor die Fenster der Wohnhäuser platziert werden.

    Für Bretzenheim sei es darüber hinaus sehr positiv, dass der Friedhof endlich an den öffentlichen Nahverkehr angebunden wird. Denn es ist es nicht möglich, die Gelenkbusse durch die Draiser Straße zu führen. Ein Knackpunkt ist laut Erdmann noch offen: Die Gespräche um die Verlegung von "Eier-Stauder" laufen noch.

    Marienborn

    Für Marienborn wurde in den Workshops "einiges zur Optimierung erreicht", ist auch Ortsvorsteher Bernd Noll (CDU) mit dem jetzigen Planungsstand sehr zufrieden. Am Knotenpunkt Haifa-Allee sei die Führung des Fußgänger- und Radverkehrs von Marienborn kommend in Richtung Gutenberg-Center/Koblenzer Straße verbessert worden. Es besteht nun die Möglichkeit, schon auf Höhe des Autohauses die K 2 zu überqueren, wodurch Umwege entfallen. In Marienborner Ortslage wird östlich der Straßenbahntrasse bis zur Wiesenstraße ein drei Meter breiter Rettungsweg als "Grasweg" (Schotterrasen) eingerichtet.

    Außerdem wird die angestrebte Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Straßenbahnhaltestelle in mehreren Stufen optimiert. Jetzt komme es darauf an, auf die Deutsche Bahn einzuwirken, um den Bahnhof, der nur punktuell angefahren wird, wieder besser einzubinden. Es sei wichtig für die Studenten, die zur Universität fahren, und für die Besucher des Marienborner Gewerbegebiets, erläuterte Noll, den die MRZ gestern telefonisch erreichte.

    Lerchenberg

    Angelika Stahl (CDU) vom Lerchenberg: "Die für uns verträglichste Lösung mit der Endschleife ist ideal." Die MVG habe ihr ursprüngliches Vorhaben, das Bürgerhaus anzubinden, auf Drängen der Anwohner aufgegeben. Das hätte zu viele negative Auswirkungen gehabt, seien sich die Bürger einig gewesen. Vor allem hätten zu viele Bäume und Grünflächen weichen müssen bei einer Trassenführung zum Bürgerhaus.

    Und der Spargelacker an der Gustav-Mahler-Siedlung bleibt bestehen, freut sich die Lerchenberger Ortsvorsteherin. "Die Trasse wird ein paar Meter auf das ZDF-Gelände verlegt."

    Armin Thomas

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